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Wissenswertes: Scheinwerfer

Flutlicht Gerätewagen-Licht der Feuerwehr Ein Scheinwerfer ist ein Gerät zur gezielten Ausrichtung des ungerichteten Lichtes eines Leuchtmittels (z.B. Glühlampe, Gasentladungslampe, Bogenlampe). Er lenkt das Licht durch Reflexion oder Brechung in einen kleinen Raumwinkel. Inhaltsverzeichnis 1 Aufbau und Funktion 2 Scheinwerfertypen 3 Verwendung 3.1 Fahrzeuge 3.2 Militärische Anwendung von Scheinwerfern 3.2.1 FLAK-Scheinwerfer 3.2.2 Infrarot-Scheinwerfer 3.3 Scheinwerfer zur Signalübertragung 3.4 "Lichtdome" zur Propaganda 3.5 Bühnentechnik 3.6 Film-/Fotoaufnahmen 3.7 Sonstige Formen 3.8 Sonstige Scheinwerferarten 4 Siehe auch 5 Weblinks Aufbau und Funktion Scheinwerfer bestehen aus einer Lichtquelle (Lampe, Leuchtmittel), einem Reflektor, einer meist transparenten Glasscheibe (als Schutz und evtl. als Diffusor) sowie (selten) optischen Linsen. Diese Elemente befinden sich in einem Gehäuse, das oft auch beweglich ist. Das Licht wird vom Reflektor gebündelt und tritt nach vorne, je nach Stellung, Form und Kombination der Linsen, gestreut oder gebündelt aus. Das Glas oder eventuell Farbfilter sind die letzten Glieder im Strahlengang. Der Reflektor kann ein Kugelkalotten- oder ein Parabolspiegel sein, je nachdem, ob er allein oder zusammen mit einer Kondesorlinse die Bündelung bewirkt. Der Reflektor kann massiv metallisch, oberflächenverspiegelt oder rückflächenverspiegelt (Manginspiegel) sein. Die Spiegelschicht kann ein Metall (meist Aluminium) oder ein Interferenzspiegel (Dichroitischer Spiegel, z.B. bei Kaltlichtspiegellampen) sein. Das austretende Licht kann durch vorgesetzte Farbglas-Filter oder durch dichroitische Reflektoren oder Filter gefärbt werden. Auch das Leuchtmittel selbst kann farbig oder mit einem Farbfilter versehen sein. Scheinwerfer können mit einem Wärmeschutzfilter versehen sein, um die Erwärmung der beleuchteten Objekte zu verringern. Scheinwerfer werden an Fahrzeugen, auf Bühnen, bei Film-/Fotoaufnahmen, zur Architektur- und Veranstaltungsbeleuchtung etc. eingesetzt. Scheinwerfertypen Strahlengang im Scheinwerfer mit Plankonvex-Linse. Fokus-Veränderung durch Verschieben der Lichtquelle Flutlicht-Strahler ? einfache Kästen mit Lichtquelle (oft Halogenstab) und Reflektor (oft Rinnenspiegel) strahlt das Licht breit ab. Sie haben eine sehr starke Lichtleistung und dienen zur Ausleuchtung großer Flächen (z.B. Sportstadien). Spiegel-Scheinwerfer ? Lichtquelle vor Parabolspiegel mit veränderbarem Abstand zwischen Lichtquelle und Linse. Linsen-Scheinwerfer ? Lichtquelle vor Kugelspiegel, davor eine Linse (innen plan, nach außen konvex). Daher der Name Plankonvex-Scheinwerfer (englisch abgekürzt PC). Bei großen Modellen würde die Dicke der Linse in der Mitte zu groß werden und das Glas leicht springen. Daher stuft man die konvexe Krümmung in mehreren konzentrischen Ringen ab. Solche Scheinwerfer heißen Stufenlinsenscheinwerfer oder (nach dem Erfinder dieser Linse, Augustin Jean Fresnel) Fresnellinsenscheinwerfer. Bei Linsenscheinwerfern lässt sich der Austrittswinkel des Lichts durch den Abstand zwischen Lichtquelle und Linse verändern. Eine Fresnellinse (1) ist eine abgestufte Plankonvexlinse (2) Profil-Scheinwerfer ? Lichtquelle vor Parabolspiegel mit einer Kombination verschiedener Linsen, deren veränderbarer Abstand zur Lichtquelle und zueinander den Austrittswinkel des Lichts verändert. Es kann auch auf eine im Apparat liegende Abbildungsebene ?scharfgestellt? und dort mit Metallschiebern, Irisblenden oder Motiv-Blenden (Gobos) der Lichtaustritt exakt beschnitten werden. Verwendung Fahrzeuge Scheinwerfer an Fahrzeugen dienen der Verkehrssicherheit. Ihr Zweck ist die Ausleuchtung des Fahrweges. Sie sind an praktisch jedem Fahrzeug, vor allem an Kraftfahrzeugen, vorhanden. Siehe hierzu den Hauptartikel: Scheinwerfer (Fahrzeuge) Militärische Anwendung von Scheinwerfern Im Ersten und Zweiten Weltkrieg wurden große, leistungsstarke Scheinwerfer in der Kriegsführung verwendet. So z.B. in der Luftabwehr als Ergänzung der Flak, als Markierungen für Artillerie und als Suchscheinwerfer von Schiffen. Diese Scheinwerfer bestanden in den Standardausführungen aus einem 1,5 Meter ("150er") oder zwei Meter ("200er") durchmessenden Parabolspiegel, der innen hochreflektierend versilbert war und in seinem Fokus eine Bogenlampe aus zwei armdicken, gepressten Wolfram-Kohlestäben trug. Der Parabolscheinwerfer war an seiner vorderen Öffnung mit hitzebeständigem Quarzglas in Form eines runden Deckels verschlossen und konnte zur Erneuerung der Kohlestäbe und Wartung aufgeklappt werden. Die Anordnungen benötigten eine hohe elektrische Leistung, die von dieselbetriebenen Maschinensätzen erzeugt wurde. FLAK-Scheinwerfer Der von den Flak-Scheinwerfern erzeugte Lichtstrahl reichte je nach Wetterlage bis zu zwölf Kilometer hoch. Im Zweiten Weltkrieg versuchten die sechs- bis achtköpfigen Bedien
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